Radetzky Gedenkstätte

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Radetzky Gedenkstätte 2017-05-25T22:07:54+00:00

Feldmarschall Josef Graf Radetzky wurde am 2. November 1766 in Böhmen geboren und diente unglaubliche 72 Jahre in der k.u.k.-Armee. Radetzky war neben Prinz Eugen der populärste Feldherr Österreichs. Er entstammte einer böhmischen Adelsfamilie. Schon sein Großvater und Vater waren kaiserliche Offiziere. Radetzky war mit der Gräfin Strassoldi-Grafenberg verheiratet und starb am 5. Jänner 1858 im Alter von 92 Jahren.

Geschichte

Josef Gottfried Pargfrieder, Herr des Schlosses Wetzdorf und Freund der Feldherren Radetzky und Wimpffen, ließ im Jahre 1848 diese große, sehenswerte Gedenkstätte zu Ehren der königlich kaiserlichen Armee errichten. Dieser Pantheon wurde nach dem Vorbild der Walhalla von Donaustauf bei Regensburg errichtet. Die historische Anlage „Heldenberg“ – ein einmaliger Gedenk- und Gedächtnisort aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – ist Ehrendenkmal für die Feldherren, Offiziere und Soldaten der verdienten k.u.k.-Armee. Mittelpunkt ist die Person des bedeutenden Feldmarschall Radetzky, der hier seine letzte Ruhestätte fand.

Rundgang

Der Rundgang beginnt mit einer multimedialen Einführung in die Zeit von Feldmarschall Graf Radetzky, diverse Ausstellungsstücke aus dieser Zeit ergänzen das geschichtliche Bild.

Die gesamte Anlage besteht aus einem weitläufigen Park mit einer Säulenhalle („Invalidenhaus“), mehreren Obelisken, zwei Siegessäulen, um die die Statuen und Büsten von Maria-Theresia-Ordensrittern des italienischen und ungarischen Feldzuges gruppiert sind, sowie aus vielen weiteren Statuen und Büsten in der „Herrscherallee“, darunter eine lebensgroße Statue des jungen Franz Joseph I. Im Zentrum der Anlage steht eine Statue der Klio, die Muse der Geschichtsschreibung und davor ein Obelisk, unter dem sich die 1850 geweihte Gruft befindet, in der Feldmarschall Radetzky (1858), Maximilian Freiherr von Wimpffen (1854), Generalstabschef in der Schlacht von Aspern, und Pargfrider selbst (1863) bestattet sind.

In deinem Lager ist Österreich – Szenen aus dem Leben von Feldmarschall Radetzky

Die neue Zinnfiguren-Ausstellung in der Gedenkstätte Radetzky zeigt einen Streifzug durch die militärische Karriere von Feldmarschall Radetzky in dreidimensionalen Zinnfigurendioramen. Die Bilder haben Erlebnisse oder Handlungen von seiner Jugend bis zu seinem Begräbnis am Heldenberg zum Inhalt.

Dem Oberleutnant Radetzky bot sich die erste Gelegenheit sich auszuzeichnen! An der Brücke von Slatina stritten sich österreichische Husaren und Freikorpsleute um eine Branntweinfuhre, Schüsse fielen, die Kolonnen gerieten in Verwirrung, aus dem Rückzug wurde eine Flucht. Die Türken stießen nach, und es hätte eine Katastrophe geben können, wenn die türkischen Spahis nicht von der Nachhut, Teile des Kürassierregiment Caramelli unter Radetzkys Kommando, zurückgeschlagen worden wären.
Radetzky hatte den Rückzug Hillers zu sichern und dessen Vereinigung mit Erzherzog Carl zu ermöglichen. Bei Wels hielt er den weit überlegenen Feind so lange auf, bis eine Division, die in Gefahr war, abgeschnitten zu werden, wieder Anschluss gefunden hatte. Dafür erhielt er das Kommandeurskreuz des Maria Theresienordens.
Radetzky im Stab der drei Kaiser
Radetzky wohnt einer Parade bei. Das angetretene Bataillon präsentiert die Waffen. Zivilisten beobachten die Szene.
Radetzky und Heß (Chef des Generalstabes) unterzeichnen bei Vigale den Waffenstillstand.
Sargkutsche mit angetretenen Soldaten vor dem Gebäude am Heldenberg

 

Die Schlacht um Aspern

Ab sofort neu! In den Räumen der Grabstätte von Graf Radetzky ist eines der größten bestehenden Schlachtbilder mit Zinnfiguren, die „Schlacht um Aspern“ zu sehen. Hier kämpfte die österreichische Armee von Erzherzog Karl unter Führung von Generalstabschef Maximilian Freiherr von Wimpffen gegen die Armee Napoleons 1809. Die Beschreibung der Schlacht, die über 3 Tage gedauert hat, die einzelnen Szenen mit über 3.000 Zinnfiguren sind in dem 6,5 m langen „Guckkasten“ sehr detailgetreu und beeindruckend dargestellt. Das ist eines der vielen neuen Angebote am Heldenberg, ein nicht nur für Kinder faszinierendes Erlebnis. Für Schulen kann diese historische Darstellung für einen lebendigeren Geschichtsunterricht verwendet werden.